Glaronia unterliegt Therwil nur knapp

Aktualisiert: 4. März 2019


Lenzinger übernimmt viel Verantwortung – hier im Angriff, abgesichert von Aebli (12) und de Azevedo Camargo (2).

Gegen den Leader aus dem Baselbiet holen sich die Glarner Volleyballerinnen einen Punkt, doch freuen können sie sich nicht wirklich, denn es wäre durchaus mehr möglich gewesen.

In der ersten Finalrundenpartie zeigte das Team von Trainer Beltramelli gleich zu Beginn, was in ihm steckt: Glaronia entwickelte enorm Druck, vor allem auch dann, wenn Lenzinger am Service war, überzeugte immer wieder durch einen gut platzierten Block und war im Angriff kaum zu bremsen. Grundlage des guten Spiels waren aber solide Annahmen, die es Aebli erlaubten, immer wieder Dukic und Nikolovska zu lancieren und eine toll kämpfende Verteidigung. Auch die frühe Auswechslung der Basler Passeuse half nicht, und Glaronia beendete den ersten Satz mit einem Ass von Nikolovska.

Auch im zweiten Spielabschnitte legte Glaronia vor, doch die Gäste schienen sich nun langsam zu erholen und hielten nun gut mit, so dass sich viele lange und spannende Ballwechsel ergaben. 20:19 lag Glaronia ganz knapp vorn, doch dann patzten die Glarner Angreiferinnen zu oft, so dass Therwil auf 1:1 Sätze ausgleichen konnte.

Im dritten Satz nahmen die Einheimischen das Szepter wieder in die Hand, und Therwil-Coach Spitzley reagierten mit vielen Auswechslungen. Dies half im ersten Moment noch wenig, doch es zeigte sich, dass die Glarnerinnen gegen die flexiblen Baslerinnen immer mehr Mühe bekamen. Glaronia gewann zwar noch den dritten Satz, tauchte aber in der Folge gegen die nun auftrumpfenden Nordwestschweizerinnen.

Überraschend begann Glaronia im Tiebreak wieder gut, doch der Punkt zum 5:2 durch Hofacher war das Ende dieser starken Phase. In der Folge gelang den Angreiferinnen nicht mehr allzu viel. Hätte Beltramelli Zwanenburg oder Duss zur Verfügung gehabt, wäre es möglicherweise anders gekommen. Doch der gewiefte Taktiker hatte keine Angreiferin zum Einwechseln. Seine Enttäuschung konnte er nicht ganz verbergen: «Therwil ist ein sehr ausgeglichenes und starkes Team, das in der Lage ist, dauernd den Rhythmus zu wechseln, neue Spielerinnen einzusetzen und uns zu überraschen. Trotzdem hätten wir das Tiebreak gewinnen können, wenn ich eine neue Angreiferin hätte bringen können.»

Duss wird immerhin in der nächsten Partie wieder dabei sein, während Zwanenburg noch länger ausfällt.


Volleyball Frauen NLB Qualifikation:


VBC Glaronia – VB Therwil 2:3 (25:18, 20:25, 25:17; 10:25, 12:15)

Halle: Kantonsschule Glarus – Zuschauer: 120 - Spieldauer: 98 Min. – Schiedsrichter: C. Schemeth, M. Becker.


Glaronia: de Azevedo Camargo, Lenzinger, Dukic, Hofacher, Aebli, Nikolovska, Desam, Schnyder, Bogosavljevic. Coach: R. Beltramelli Filho


Therwil: Contorno, Vacilotto, Bachmann, Wallnöfer, Mathies, Hug, Lüdin, Geiger, Bannwart Haussener. Coach: J. Spitzley


Bemerkungen: Glaronia ohne Duss und Zwanenburg (beide verletzt)

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