Glaronia am Ende schlecht belohnt

Trotz einer Leistungssteigerung müssen sich die Glarner Volleyballerinnen in einer spannenden Auseinandersetzung gegen Aadorf geschlagen geben. Fast immer, wenn es eng wurde, setzten sich die Gäste durch.


Cembranos rettet den ersten Satz

Wie erwartet entwickelte sich zwischen den beiden gut besetzten Teams eine teilweise hochkarätige, spannende Partie. Bereits im ersten Satz überzeugten die Gäste durch eine starke Annahme und vielseitiges Spiel. Sie hatten die Nase knapp vorn und kamen bei 23:24 zu einem Satzball. Glaronia reagierte mit der Einwechslung von Barbara Cembranos auf den Service. Die junge Bündnerin erledigte diese nervenaufreibende Aufgabe souverän und drehte den ersten Satz zu Gunsten der Einheimischen.


Aadorf reagiert mit Spielerwechsel

Der Satzverlust führte dazu, dass Coach Patrick Egger seine Tochter Michelle neu ins Spiel brachte. Glaronia war nun aber im Hoch, einmal mehr angeführt von einer souveränen Bulajic, die aus fast jeder Spielsituation punkten kann. Trotzdem musste Trainerin Camargo beim Stand von 7:10 ihre erste Auszeit nehmen. In der Folge konnte Glaronia nochmals zulegen, profitierte auch von Fehlern der Gäste und gewann auch den zweiten Satz.


Kritische Spielphase

Beim Seitenwechsel war klar, dass die kommenden Minuten spielentscheidend sein könnten. Nach diesen beiden knappen Sätzen musste man nun die Punkte ins Trockene bringen. Doch offensichtlich kommen die Glarnerinnen mit solchen Situationen nicht zurecht: Allen voran die erfahrene Brzezińska, die auf der Aussenposition die Punkte machten sollte, wirkt unter Stress am Netz wie blockiert. Passeuse Mandelbaum muss dann andere, weniger gute Optionen finden, doch dies gelingt vielfach nicht.


Aadorf das bessere Team

Die Thurgauerinnen forcierten im Angriff weiterhin Grässli, hatten generell eine tiefere Fehlerquote als die Glarnerinnen. In der Annahme agierten sie perfekt, während Glaronia ab und zu patzte. Dies war jeweils genug für einen kleinen Vorsprung, den Aadorf nicht mehr preisgab. Der Rückstand verunsicherte die Glarnerinnen zunehmend. Aadorf hatte das Spiel unter Kontrolle, während Glaronia nur noch verzweifelt um oft schon verlorene Bälle kämpfte, und kaum noch wirkungsvolle Gegenattacken zustande brachte.


Knappe, bittere Niederlage

Glaronia und Aadorf schenkten sich auch im Tiebreak nichts, lagen immer gleichauf, doch am Ende war Aadorf das glücklichere Team und Glaronia nach einer aufreibenden Partie im Elend. Juniorin Cembranos, die eigentlich noch verletzt ist und nur für den Service spielen durfte, sah trotzdem Positives: «Es war ein super Gefühl, dem Team wieder etwas helfen zu können. Die Einwechslung auf den Service hat mich nicht gestresst, doch als ich anschliessend auf dem Feld wegen meiner Verletzung wie blockiert war, war das schon speziell.» Spätestens im Dezember sollte Cembranos wieder voll einsatzfähig sein – Glaronia braucht sie.


VBC Glaronia – VBC Aadorf 2:3 (28:26, 25:22, 15:25, 17:25, 13:15) Halle: Kantonsschule Glaruas – Zuschauer: 120 – Spieldauer: 113 Min. - Schiedsrichter: J. Schnidrig, B. Kurtishi.

Glaronia: Mandelbaum, Lenzinger, Reiser, Bulajic, Brzezińska, Coluccello, Vesti, Salvati, Kamer, Reuther, Cembranos. Coach: T. Camargo.

Aadorf: Werfeli, Schaber, Josipovic, Grässli, Hunziker, Egger, Lüthi, Kronenberg, Baumann, Klühspies, Leu, Boletinaj. Coach: P. Egger


Bemerkungen: Glaronia ohne Schoop (unterwegs mit Talent School)


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