Glaronia mit einer Machtdemonstration

Giubiascos Hoffnungen werden in Glarus zerstört. Die Tessinerinnen bleiben chancenlos gegen ein Glaronia, das gross aufspielt.


Glarnerinnen jederzeit hoch überlegen

Eine einzige Auszeit in der ganzen Partie und kein Spielerwechsel – Glaronias Trainer Beltramelli konnte seinen Fahrplan minutengenau durchziehen, Giubiasco fand nie Zeit zum Durchatmen.

Etwas Stress gehabt hatte das Gästeteam bereits vor der Partie, denn es traf erst eine knappe Stunde vor Spielbeginn in Glarus ein. Zum Aufwärmen reichte die Zeit jedoch vollends, und dann wollte Giubiasco loslegen und an den Sieg des Vorwochenendes anknüpfen. Die Amerikanerin Erhahon hat zum Aufschwung im Tessiner Team beigetragen und auch dank ihr möchte man doch noch in die Playoffs.


Nora Sacher wieder sehr souverän

Die Glarner Zuspielerin zeigte eine ausgezeichnete Partie: Als Giubiasco in den ersten Spielminuten noch mithielt und zu 7:7 ausglich, machte die Juniorin Druck mit dem Service, während vorne am Netz Veselina Arshinkova und Lea Portmann nichts anbrennen liessen. Die beiden starken Angreiferinnen liessen dem Tessiner Block keine Chance. Sacher servierte sechs Mal in Folge, und der erste Spielabschnitt war unter Kontrolle. Nun galt es nur noch, den Vorsprung zu verwalten. Dank der erstklassigen Teamleistung war dies kein Problem.


Captain Bojana Marjanovic wieder in Topform

Nach einer zweijährigen Pause und dann einer leichten Verletzung im ersten Spiel der Saison ist die routinierte Glarnerin wieder auf hohem Niveau angelangt. Physisch war sie ohnehin schon durch Michael Antoni bestens vorbereitet, doch nun ist die Angst vor einer Verletzung weg, das Ballgefühl ist da und die Abstimmung mit Passeuse Sacher wird immer besser. Die elegante Mittelblockerin wird von Spiel zu Spiel öfters eingesetzt und punktet fast mit jedem Ball.


Giubiasco unsicher und ständig unter Druck

Die Tessinerinnen überzeugen in der Regel durch starke Annahmen und zähe Verteidigung, doch der Druck der Glarnerinnen war diesmal so doch, dass diese Qualitäten nicht zum Tragen kamen. Glaronia servierte ausgezeichnet und verhinderte dadurch einen effektiven Spielaufbau der Gegnerinnen. Neuzuzug Erhahon wurde trotzdem ab und zu mit Bällen bedient, die sie dann erfolgreich verwertete. Doch insgesamt hatte die amerikanische Mittelblockerin zuwenig Möglichkeiten, um den Spielausgang zu beeinflussen.


Tessinerinnen geben früh auf

Nicht nur den Fans, sondern auch dem Tessiner Team und seinem Trainer war wohl früh klar, dass gegen dieses Glaronia nichts zu gewinnen war. Es war einfach kein Schwachpunkt auszumachen: Alina Hofacher spielte erneut mit viel Selbstvertrauen, Libera Tina Lenzinger brachte auch die Annahmen präzise auf die Passeuse, und Lea Portmann ist inzwischen zur vielleicht solidesten Glarner Angreiferin avanciert. Freuen durfte man sich auch über die Leistung von Francesca Nicoli, die sich doch in den letzten Spielen ab und zu durch Tiefs kämpfen musste. Nun lief es gut am Netz und auch der Service kam wie gewünscht.

Es war viel auf dem Spiel gestanden im Kampf um einen Playoffplatz. Mit diesem Sieg haben die Glarnerinnen Nervenstärke und Klasse bewiesen.


Volleyball Frauen NLB Qualifikation:

VBC Glaronia - G&B Scuola Volley 3:0 (25:18, 25:10, 25:16) Halle: Kantonsschule Glarus. Zuschauer: 100 - Spieldauer: 58 Min. – Schiedsrichter: A. Ajd, P. Reumer.


Glaronia: Sacher, Nicoli, Lenzinger, Hofacher, Portmann, Heynen, Desam, Marjanovic, Brehm, Arshinkova. Coach: R. Beltramelli Filho, J. Murati


G&B Scuola Volley: Pedrazzi, Paredes, Stamatovic, Zanoli, Branca, Fonzi, Zecchin, Sciarini, Mallory, Erhahon, Felliti. Coach: F. Roncoroni, M. de Capitani

Bemerkungen: Glaronia ohne Mandelbaum, Duss, Zwanenburg (alle verletzt), Aebli

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