Glaronia mit Fehlstart


Bildlegende: zumindest dies hat funktioniert: Dukic (7) und Duss (1) mit einem erfolgreichen Block. (Foto Peter Aebli)

Gegen ein perfekt spielendes Toggenburg leisten sich die Glarner Volleyballerinnen zuviele Fehler und bleiben chancenlos.

Vor einem Jahr hatten sich die Glarner Volleyballerinnen zum Saisonauftakt in Wattwil einen Punkt erkämpft – diesmal gab es definitiv nichts zu holen.

Trainer Beltramelli setzte auf Erfahrung und begann mit Aebli, de Azevedo Camargo, Lenzinger, Nikolovska und Dukic, also mit einer Mischung aus Routiniers und Ausländerinnen. Dazu kam Juniorin Zwanenburg, die bereits mit dem NLA-Team Schaffhausen trainiert und bald in die höchste Spielklasse wechseln möchte.

Das Team von Trainer Erni überraschte dann aber die Glarnerinnen und dominierte die Partie von Anfang an. Toggenburg konnte sich gegenüber letzter Saison nochmals verstärken und beeindruckte durch eine perfekte Leistung in der Verteidigung. Glaronia fand kein Rezept und erwies sich im Aussenangriff als harmlos und immer mehr hilflos. Dazu kamen zuviele Servicefehler und unerklärliche Aussetzer einiger Routiniers. Was Trainer Beltramelli da sah, entsprach keineswegs seinen Vorstellungen. Er regierte schon früh, ersetzte Lenzinger durch Duss, dann auch Zwanenburg durch Sacher. Lenzinger kam später doch noch zum Einsatz, an Stelle von Captain de Azevedo Camargo. Viel mehr Möglichkeiten hatte Beltramelli nicht, und auch wenn sich seine Massnahmen zumindest im dritten Satz positiv auswirkten, reichte es nicht für einen Teilerfolg.

Da waren die beiden Mittelblockerinnen Dukic und Nikolovska, die ihre Aufgabe ordentlich lösten, aber zu selten bedient wurden, da waren die Juniorinnen Sacher und Duss, die eine gute Leistung zeigten, und da war die als beste Spielerin geehrte Libera Schnyder, die zwar nicht über sich hinauswuchs, doch gute Szenen hatte. Gegen ein Toggenburg, das variantenreich angriff und perfekt verteidigte, war so nichts zu holen. Einzige gegen Ende des Spiels, als Glaronia an die St. Gallerinnen heranrückte, kam deren Trainer Erni doch noch etwas unter Druck: Er ersetzte die mit 165cm doch sehr kleine Passeuse Bongard durch seine chinesische Ehefrau Erni-Zhang. Anbrennen lassen wollte Wattwil nichts – die Ambitionen auf einen Aufstieg spürt man.

Trainer Beltramelli resümierte die Niederlage folgendermassen: «Wir haben unendlich viele Fehler gemacht, wie für eine ganz Saison.» Nach diesem Fehlstart kann es nur noch aufwärts gehen.


Volleyball Frauen NLB Qualifikation:


Volley Toggenburg - VBC Glaronia 3:0 (25:18, 25:13, 25:19)

Halle: Rietstein – Zuschauer: 120 - Spieldauer: 66 Min. – Schiedsrichter: A. Ajd, H. Hofmann.


Toggenburg: I. Reiser, Bongard, Betz, Fiechter, Riesen, T. Reiser, Terinieri, Erni-Zhang, Kamer. Coach: M. Erni


Glaronia: Duss, de Azevedo Camargo, Lenzinger, Sacher, Dukic, Hofacher, Zwanenburg, Aebli, Nikolovska, Desam. Coach: R. Beltramelli Filho


Bemerkungen: Glaronia ohne Florin (Ausland)

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