Glaronia zeigt Stärke in einer schwierigen Situation

Mit einer tadellosen Leistung schlagen die Glarner Volleyballerinnen Züri Unterland und behaupten sich damit im Mittelfeld.


Zwanenburg hinterlässt eine grosse Lücke

Der Ausfall von Libera Mariah Mandelbaum hatte Trainer Beltramelli bereits dazu gezwungen, Tina Lenzinger auf die Liberaposition zu beordern, und die damit verbundenen Umstellungen waren nicht einfach. Nun gab es erneut schlechte Nachrichten: Daphne Zwanenburg, die wichtige Punktelieferantin im Angriff, spielt per sofort nicht mehr. Ihre alte Fussverletzung belastet sie zur Zeit derart, dass sie kaum mehr springen kann und sich wohl einer grösseren Operation unterziehen muss.


Andere Spielerinnen rücken nach

Marie-Malene Duss würde sich als Ersatz für Zwanenburg anbieten, doch die Talentschülerin ist selbst angeschlagen und leidet unter Schulterproblemen. So kam dann Alina Hofacher wieder zum Einsatz in der Stammformation, und sie machte ihre Sache ausgezeichnet. Auch Passeuse Nora Sacher hatte von Beginn weg einen starken Aufritt. Inzwischen ist klar, dass Anahita Aebli auch nicht mehr als Auswechselspielerin zur Verfügung steht, doch mit diesem Druck kommt die junge Sacher zurecht.


Zürcher Verstärkung bringt wenig

Zum letzten Mal gepunktet haben die Züricherinnen beim Saisonauftakt in Glarus; seither gab es nichts Zählbares. Von aussen ist dies schwer nachvollziehbar, denn anfangs Oktober hatte das Team von Trainerin Svetlana Ilic ausgezeichnete Aktionen gezeigt, und unter der Führung von Captain Vera Caluori hatten die Gäste verdient gepunktet. Nun war zusätzlich Marija Smiljkovic vom NLA-Team Kanti Schaffhausen auf dem Feld, doch spürbar stärker wurde Züri Unterland damit nicht. Die talentierte Mittelblockerin ist erst 20 Jahre alt und verfügt noch nicht über die Routine, um den Unterschied ausmachen zu können.


Lea Portmann mit Glanzleistung

Dass Glaronia von Anfang an die Partie im Griff hat, war auch Lea Portmann zu verdienen: Die Studentin, die von Steinhausen ins Glarnerland gewechselt hat, zeigt im Angriff grosse Durchschlagskraft und spielt auch in allen anderen Situationen fast fehlerlos. Passeuse Nora Sacher riskierte nun öfters Aktionen über Mittelblockerin Bojana Marjanovic und wurde durch einige schöne Punkte belohnt. Die zweite Mittespielerin, Francesca Nicoli, hat sich im Vergleich zum Vorwochenende deutlich gesteigert und trug vor allem auch mit ein paar schönen Blocks zum Erfolg bei.


Beinahe doch noch einen Satz verloren

Im dritten Satz legten die Einheimischen gleich mit einer 4:0-Führung los, weil die Glarner Annahme wankte. Libera Tina Lenzinger zeigte sich nach der Partie leicht genervt und selbstkritisch: «Die Annahme ist überhaupt nicht mein Ding!» Was die für Glaronia wichtige Spielerin jedoch verschwieg, ist dass gerade ihre ausgezeichneten Leistungen in der Verteidigung zum Erfolg betrugen. Züri Unterland konnte in der Tat den Vorsprung eine Weile halten, und als die Bulgarin Veselina Arshinkova neben das Feld angriff und dann gleich noch geblockt wurde, war Züri Unterland mit 19:16 dem Satzgewinn nahe. Es waren dann ein Angriff von Bojana Marjanovic mit einem kurzen Ball über Kopf, ein Hammerschlag der 194cm-grossen Arshinkova und ein Serviceass von Nora Sacher, die den Satz den Einheimischen wieder entrissen. Züri Unterland wird derzeit unter seinem Wert geschlagen, doch nach so vielen Niederlagen glaubt das Team nicht mehr an sich selbst.


Volleyball Frauen NLB Qualifikation:

VBC Züri Unterland – VBC Glaronia 0:3 (15:25, 17:25, 21:25) Halle: Sporthalle Ruebisbach, Kloten – Zuschauer: 60 - Spieldauer: 65 Min. – Schiedsrichter: Ch. Schmid, N. Moor.


Züri Unterland: Smiljkovic, Petrovic, Krieger, Casanova, Jankovic, Volume, Frangi, Häring, Caluori, Schwarz, Wenger, Chicherio, Merkofer, von Arx. Coach: S. Ilic, F. Strohm.


Glaronia: Marjanovic, Aebli, Sacher, Nicoli, Lenzinger, Duss, Hofacher, Portmann, Heynen, Desam, Mandelbaum, Brehm, Arshinkova. Coach: R. Beltramelli Filho, J. Murati

Bemerkungen: Glaronia ohne Mandelbaum und Zwanenburg (beide verletzt)

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