Glaronia zu schwach besetzt gegen Obwalden

Nur im zweiten Satz können die Glarner Volleyballerinnen mit einer stärken kämpferischen Leistung überzeugen, doch dann ist ihr Widerstand gebrochen.


Glaronia unter Druck

Obwaldens MacKenzie reagierte auf den ersten Glarner Service mit einem starken Angriff, und dann servierten die Innerschweizerinnen in der Folge so gut, dass Trainer Beltramelli beim 0:4-Rückstand schon seine erste Auszeit nehmen musste. Die Partie hatte damit denkbar schlecht begonnen. Die grosse Verunsicherung der Glarnerinnen ist verständlich: Mit der Verletzung von Captain Bojana Marjanovic im ersten Spiel war die routinierteste Spielerin im Team ausgefallen. Dass nun aber auch noch Mandelbaum wegen einer Handverletzung fehlte, war offensichtlich ein Schock.


Kaum ein Satz in gleicher Aufstellung

Seitdem es mit den vielen Ausfällen begonnen hat, muss Trainer Romeu Beltramelli jede Partie ganz neue vorbereiten, kann kaum auf vertraute Abläufe aufbauen und muss dann innerhalb des Spiels auch immer wieder neu disponieren. Typisch für die schwierige Situation, in der die Glarnerinnen derzeit stecken, war beispielsweise, dass sich am Vorabend nach der taktischen Vorbereitung fürs Samstagspiel Salina Brehm, die zweite Libera, am Fussgelenk verletzte. Passieren kann so etwas immer, doch dass nun allenfalls gleich beide Liberas fehlen würden, kam schon überraschend. Passeuse Namgyal Desam wurde dann als Libera nominiert. Die angehende Juristin hat damit schon auf jeder Position gespielt, seit sie bei Glaronia ist...


Glarnerinnen gehen nicht kampflos unter

Obwohl mit 12:19 Punkten zurück, fand Glaronia ins Spiel, konnte den Abstand verkleinern und Obwalden-Trainer Buser zu zwei Timeouts zwingen. Der Satz war allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits verloren. Glaronia agierte nun mit mehr Zuversicht, beging weniger Fehler als die Gastgeberinnen und konnte diese früh um vier Punkte distanzieren. Der Glarner Vorsprung hielt dann lange an, und mit einem schönen Angriff brachte Lea Portmann Glaronia sogar mit 18:13 in Führung. Salina Brehm konnte trotz leichter Verletzung spielen, und am Pass machte Nora Sacher ihre Aufgabe gut.


Vorsprung verspielt

Trotz guter Ausgangslage gelang den Glarnerinnen kein Teilerfolg. Aus Angst, Fehler zu machen, agierten sie um so unsicherer, je näher sie dem Satzgewinn kamen. Beltramelli sah die Gefahr, reagierte mit verschiedenen Auswechslungen, konnte damit aber die negative Dynamik nicht stoppen. Obwalden glich aus und ging sogar mit 23:21 in Führung. Nun kaum auf Glarner Seite sogar die angeschlagene Captain Bojana Marjanovic ins Spiel. Logischerweise kam der nächste Obwaldner Service gleich auf sie und sie hielte dem Druck stand. Glaronia konnte wieder auf 23:23 ausgleichen, doch dann spielten die Nerven nicht mehr mit.


Klare Niederlage und endlich Pause

In der Folge hatte Volleya Obwalden im dritten Umgang leichtes Spiel – der Widerstand der Gäste war nun gebrochen. Die Innerschweizerinnen sicherten sich damit die volle Punktezahl, während Glaronia in der Tabelle abrutscht. Zum Glück haben die Glarnerinnen aufgrund des Rückzuges von Steinhausen am kommenden Wochenende spielfrei, denn nun ist Erholung für die Verletzten angesagt, und nach dieser Niederlage muss man sicher eine Zwischenbilanz ziehen und Energie tanken.


Volleyball Frauen NLB:

Raiffeisen Volleya Obwalden – VBC Glaronia 3:0 (25:18, 25:23, 25:17) Halle: Vereinshalle, Sarnen. Zuschauer: 120 - Spieldauer: 69 Min. – Schiedsrichter: Ch. Siegrist, M. Krättli


Raiffeisen Volleya Obwalden: Garovi, Lehnen Becker, Müller, Odermatt, Giroud, Küchler, Capraro, Omlin, Rohrer, MacKenzie, Niederberger, Krummenacher, Durrer. Coach: N. Buser,


Glaronia: Aebli, Sacher, Nicoli, Lenzinger, Duss, Zwanenburg, Hofacher, Portmann, Heynen, Desam, Mandelbaum, Brehm, Marjanovic. Coach: R. Beltramelli Filho, J. Murati

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